Energieausweis ab 2014

Den Energieausweis gibt es schon seit 2008, weil jedoch in der Praxis nicht sehr häufig nachgefragt wurde, spielte er bei Vermietung, Verkauf oder gar im Berufsalltag von Maklern selten eine Rolle.
Das soll sich nun grundlegend ändern.

Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) verabschiedet und den Änderungen durch den Bundesrat zugestimmt. Die Novelle wurde verkündet und trat am 1. Mai 2014 in Kraft.

Die Novellierung verpflichtet künftig Verkäufer, Vermieter oder Makler dazu schon bei der Besichtigung und in Anzeigen über den Verbrauch einer Immobilie aufzuklären.

Ab 2014 müssen Verkäufer oder Vermieter unaufgefordert einen Energieausweis für ihre Immobilie vorlegen.
Neuerungen auch für Immobilienmakler: Schon bei Immobilien-Besichtigungen sollen Interessenten über den Energieverbrauch aufgeklärt werden.

Bereits beim Schalten einer kommerzielle Anzeige zwecks Vermietung oder Verkauf einer Immobilie sind dann auch die Energiekennwerte mit anzugeben. Im neuen § 16a (Pflichtangaben in Immobilienanzeigen) regelt die EnEV 2014 welche Kennwerte aus dem Energieausweis veröffentlicht werden:

• Art des ausgestellte Energieausweises (Bedarf oder Verbrauch),
• bei Wohnhäusern das Baujahr und die Effizienzklasse,
• Endenergiebedarf oder –verbrauch des Gebäudes,
• und die wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes.
 

Die Regelung betrifft jedoch nur neue Energieausweise, die nach dem Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung in 2014 ausgestellt werden.
Die bereits erstellten Energieausweise sind weiterhin bis zum angegebenen Ablaufdatum gültig. Liegt also für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht vor (ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse), besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Die Energieeffizienzklassen sollen sich nach und nach am Markt etablieren.